Service
(siehe auch Grundtechniken | Keramik zum selbermachen | Serviettentechnik)

Grundbegriffe

Für Bemalung und Dekoration der von uns gelieferten Keramikteile gibt es eine ganze Reihe verschiedener Techniken.

Nachfolgend die vier Wichtigsten:

1. Grundieren, Patinieren, drybrushen
2. Dunkel grundieren, mehrfach - drybrushen
3. Patina-grundieren mit Colorwashes (Gare) - Drybrushen
4. Nass-in-Nass-Methode

 

Zunächst die Grundbegriffe:

Grundieren:
Beim Grundieren wird die Farbe ein- bis zweimal mit einem Borstpinsel in passender Stärke möglichst gleichmäßig auf das Keramikteil aufgetragen. Man arbeitet die Farbe in alle Strukturen ein und sorgt für einen ebenmäßigen Auftrag, weil jedes Zuviel an Farbe sich als Erhebung absetzt und bei der weiteren Bearbeitung stört. Am besten erreicht man dieses Ergebnis, indem man die Farbe mit dem Pinsel so lange verstreicht, bis der "Wasserglanz" weg ist.
Kleiner Tipp: Will die Farbe nicht in die Vertiefungen rutschen, den Pinsel in Wasser tauchen, ausdrücken, mit Farbe füllen und erneut versuchen.

Patinieren:
Beim Patinieren wird eine (Spezial-)Farbe mit der Struktur, d. h. auch in die Vertiefungen, aufgetragen und quer zur Struktur mit einem Küchenkrepp oder noch besser mit einem weichen Tuch teilweise wieder zurückgewischt. Auf dieses "Teilweise" kommt es besonders an: In den Vertiefungen sollte die Patina gut erhalten bleiben, ansonsten aber allerhöchstens einen kleinen "Hauch" auf der Grundfarbe bilden. Patinieren kann man mit Spezialfarben, sogenannten Patinas oder mit stark verdünnten "normalen" Farben. Die Patinas sind entweder auf Öl- oder auf Wasserbasis. Die auf Ölbasis lassen sich im allgemeinen etwas einfacher verarbeiten und sind meistens auch mit Wasser rückwischbar.
Kleiner Tipp: Patinieren Sie immer nur einen Teil (ca. handtellergroß) des Keramikstücks, damit die Patina nicht zu stark antrocknet. So ist das Zurückwischen einfacher. Dieses Zurückwischen sollte zunächst recht grob und oberflächlich passieren (außer beim Patinieren mit verdünnten Acrylfarben) und nach Abschluß des Patinierens nochmals im Detail und mit "Feinarbeit" durchgeführt werden. Arbeiten Sie auf keinen Fall alle Ecken komplett sauber!

Drybrushen:
Das Drybrushen oder trockenpinseln oder -bürsten ist eigentlich die wichtigste Technik für das Keramikmalen. Und das geht so:
Man nimmt etwas Farbe in die Pinselspitze und wischt nun von allen Seiten den Pinsel auf einem Küchenkrepp sehr flach haltend aus, so dass sich die Farbe gleichmäßig und dünn im Pinsel verteilt. Je nachdem, welche Technik gewählt wird, wedelt man die Spitze des Pinsels dann noch mehr oder weniger stark aus. Mit dem so gefüllten Pinsel streicht man jetzt - ohne festen Druck auszuüben - auf dem Keramikteil hin und her, und zwar quer zur Struktur des Teils. Man sieht dann, dass sich nur die erhabenen Flächen anfärben, Vertiefungen aber frei von Farbe bleiben.
Im allgemeinen wird in mehreren Farbschichten gearbeitet, die mit jeder Schicht knapper bzw. mittiger aufgetragen werden, um einen Aufhelleffekt zu erreichen, d. h. auch, dass die Farben immer etwas heller werden.
Kleiner Tipp: Es macht keinen Sinn, jede neue bzw. hellere Farbe wieder komplett wie die vorherige aufzutragen. Hier ist "Mut zur Lücke" wichtig, d. h. die darunter liegende Farbe muß zu sehen sein.

Nass-in Nass-Techniken:
Hier wird mit verdünnten Farben oder nassem und ausgedrücktem Pinsel grundiert und zwar ineinanderziehend, teilweise auch übereinanderschichtend.
Anschließend kann patiniert und trockengebürstet oder nur trockengebürstet werden.
Kleiner Tipp: Reine Nass-in Nassgrundierung eignet sich hervorragend als Untergrund für die Serviettentechnik.

Schwammtechniken:
Man arbeitet mit einem kleinen runden Kunststoff-Schwämmchen. Schwammtechniken sind im allgemeinen Tupf-Techniken, d. h. man füllt den Schwamm mit Farbe, verteilt diese durch aufstupfen des Schwamms und färbt das Keramikteil nunmehr, indem man den so gefüllten Schwamm locker auf und ab bewegt.
Kleiner Tipp: Der Schwamm sollte nicht aufgedrückt werden, sondern locker vom Keramikteil regelrecht "abprallen". Auch diese Techniken eignen sich hervorragend als Untergrund für die Serviettentechnik.

Und nun zu den Grundtechniken | Keramik zum selbermachen | Serviettentechnik